Weniger dramatisch als die
Elberfelder Übersetzung formuliert die Einheitsübersetzung an dieser Stelle: "... sie fingen eine große Menge Fische; ihre Netze aber drohten zu reißen."
Fünf vor zwölf, das Unglück – der Verlust des Fangs – kann sich noch verhindern
lassen. Diese Krisenstimmung ist in der Kirche von heute fast überall zu spüren. Der
Trierer Bischof hat 2013 eine Synode einberufen, um einen guten Weg des Glaubens in
die Zukunft zu diskutieren und Visionen zu entwickeln von einer Kirche, die die
Menschen (wieder) erreicht.
"Fahre hinaus auf die
Tiefe!" Geh dahin, wo die sind, die
dich brauchen. Das ist mehr als die freundliche Einladung: Unsere Tür steht doch
offen, komm zu uns!
"Aber auf dein Wort will
ich die Netze hinablassen." Gegen
alle Vernunft und mit all meinen Zweifeln wage ich es. Das ist mehr als
Kalkulation von Mitteln und Kräften.
Neuen Wagemut und neues
Gottvertrauen braucht die Kirche der Fischer.
Sehen, urteilen, handeln – das ist ein vernünftiger Dreischritt, der das Erstellen von Konzepten bestimmt. Die Kirche von heute ist kopflastig geworden. Jesu Handeln erscheint oft wenig von dieser Vernunft geleitet. Er sieht tiefer. Er urteilt überraschend. Er handelt von Herz zu Herz.
Sehen, urteilen, handeln – das ist ein vernünftiger Dreischritt, der das Erstellen von Konzepten bestimmt. Die Kirche von heute ist kopflastig geworden. Jesu Handeln erscheint oft wenig von dieser Vernunft geleitet. Er sieht tiefer. Er urteilt überraschend. Er handelt von Herz zu Herz.